Wiebke Matthesius verlässt den Paritätischen

Wiebke Matthesius verlässt zum 31. Oktober 2017 den Paritätischen Landesverband Brandenburg. Damit scheidet sie ebenfalls aus dem Vorstand des Fachverband Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit Brandenburg e.V. (FJB) aus. In einem kurzen Interview erfuhren wir noch einmal ihre Perspektive und Anregungen zur Arbeit des FJB.

 

Liebe Wiebke, als Referentin für Kinder- und Jugendhilfe hast du entscheidene Impulse für die Gründung des FJB gegeben. Sicher hattest du viele Erwartungen an den Fachverband. Was ist dir am FJB besonders wichtig?

Wiebke Matthesius: Der FJB vernetzt von Beginn an möglichst viele Träger im Bereich der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit. Dabei spielen Verortung im Land Brandenburg oder bisherige Verbandszugehörigkeiten keine Rolle. Ziel ist es, eine spürbare und repräsentative Stimme für kommunale und freie Träger der Jugend(sozial)arbeit zu sein. Auf diese Weise gelingt es, eine Lobby für diese wichtigen Arbeitsfelder zu bilden und gemeinsam, Rahmenbedingungen zur Umsetzung zu sichern. Es freut mich auch, dass der FJB ein unabhängiges Informationsmanagement leistet. Das bedeutet, Informationen werden trägerübergreifend zur Verfügung gestellt und neue Impulse zur weiteren Professionalisierung der Arbeitsfelder gegeben. 

In der Brandenburger Jugendhilfelandschaft hast du sehr viele Erfahrungen sammeln können, weshalb du auch im FJB strategisch sehr gern mitgearbeitet hast. In welche Richtung sollte sich der FJB deiner Meinung nach noch stärker entwickeln?

Wiebke Matthesius: Der FJB muss sich weiterhin als ein von Politik und Verwaltung anerkannter Lobbyist und Fachexperte für Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit etablieren. Durch die strukturelle Weiterentwicklung des FJB wird es vermutlich gelingen, einen abgestimmten Fachdiskurs innerhalb des Verbandes und transparent im Land Brandenburg zu führen. So könnten die Regional- und Fachgruppen, die sich verstetigen müssen, stets richtungsweisende Impulse für die Arbeit des Vorstandes und der Geschäftsführung geben. Die durch diesen Prozess entstehenden Fachpositionen haben enorme Potenziale zur Stärkung der Arbeitsfelder und können voraussichtlich von den Mitglieder strategisch sehr gut in der regionalen Tätigkeit genutzt werden.

Du verlässt den Paritätischen und wendest dich neuen Aufgaben zu. Womit wirst du dich zuküntig beschäftigen?

Wiebke Matthesius: Zum 1. November 2017 übernehme ich die Leitung des Geschäftsbereiches Fachdienste der Lebenshilfe Berlin gGmbH und werde dort in einem vielfältigen Aufgabenspektrum mit breit gefächerten Unterstützungsangeboten im Bereich Kindheit, Jugend, Familie und Freizeit der Lebenshilfe tätig sein. Das Thema Inklusion von Kindern und Jugendlichen wird in Zukunft ein großer inhaltlicher Schwerpunkt meiner Arbeit sein.

Liebe Wiebke, vielen Dank für dein Engagement in der Entwicklung und Begleitung des Fachverband Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit Brandenburg e.V. und deinen Einsatz als Mitglied im Vorstand. Wir wünschen dir alles Gute und viel Freude für deine zukünftigen Aufgaben.

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