Stadt Rathenow ist neues Mitglied

Der FJB heißt die Stadt Rathenow als 34. Mitglied im Verband willkommen. 

Die Stadt Rathenow stellt sich vor

Die Stadt Rathenow ist die Kreisstadt des Landkreises Havelland und im Westen Brandenburgs an den Ufern der Havel gelegen. In der Stadt mit ihren 5 ländlichen Ortsteilen leben ca. 25.000 Menschen. Sie gilt als Wiege der optischen Industrie in Deutschland, auch heute werden hier noch Brillen und viele weitere optische Geräte produziert.

Soziostrukturell hatte die Stadt seit 1990 eine starke Bevölkerungsabwanderung zu verkraften. Insbesondere qualifizierte und engagierte Personen suchten ihr Glück in anderen Bundesländern. Der Trend ist unterdessen gestoppt, die Zuzüge - insbesondere aus Berlin - nehmen zu. Jedoch bedeutet die demografische Lücke, die durch den Weggang vieler Familien gerissen wurde, dass heute viele Kinder und Jugendliche in der Stadt von Benachteiligungen betroffen sind. Rathenow hat im Vergleich zu den anderen havelländischen Kommunen den höchsten Benachteiligungsgrad bei Kindern und Jugendlichen zu beklagen.

Die Stadt Rathenow hat diese Benachteiligungen sehr genau im Auge und reagiert mit verschiedenen kommunalen Angeboten und der Förderung freier Träger, um möglichst allen Kindern und Jugendlichen ein teilhabereiches Aufwachsen zu ermöglichen.

Jugend(sozial)arbeit in Rathenow

Die Stadt ist Träger von 7 Kitas, 4 Grundschulen mit Horten, 3 weiterführenden Schulen (Oberschule, Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, Gymnasium). Letztere sind von der Stadt mit mindestens einer Schulsozialarbeiterin versorgt.
In der Kinder- und Jugendarbeit wird das städtische Freizeithaus Mühle angeboten. Hierhin finden viele junge Menschen ab 10 Jahren den Weg, sie werden von 2 pädagogischen Fachkräften und einem Leiter für das angegliederte Multimediazentrum betreut. Es gibt sehr viele Kreativangebote, aber auch Kochen und Backen kann man hier lernen oder Tischtennis und Airhockey spielen. Zudem ist die Stadt Eigentümerin des Rideplatz Rathenow, einer 2 Hektar großen Freizeitfläche in der Innenstadt. Hier gibt es Skaterampen, einen Pumptrack, Fitnessgeräte für alle Generationen, einen Beachvolleyballplatz und einen Basketballplatz. Sozialpädagogisch wird das Jugendangebot auf dem Platz vom Kreissportbund betreut.

(Ko-)Finanzierung von freien Trägern

Die Stadt (ko)finanziert weitere Angebote bei freien Trägern:

Das Jugendhaus OASE der Evangelischen Kirchengemeinde finden Jugendliche ab 13 Jahren außerschulische Projekte, Ansprechpartner bei Problemen, einen Bandproberaum oder auch einfach einen Ort zum Chillen. Bei der Integration von Migranten hat das Haus in der Vergangenheit sehr gute Arbeit geleistet. 

Zudem wird ein Streetworkteam bei der Diakonie Havelland unterstützt. Die Kollegin und der Kollege haben den Auftrag, Jugendlichen im öffentlichen Raum Ansprechpartner zu sein und bedarfsgerechte Angebote zu unterbreiten. Häufig entwickeln sich aus den Kontakten in Benachteiligungssituationen Einzelfallbegleitungen.

Wie bereits oben erwähnt, erhält der Kreissportbund Unterstützung bei der Betreibung des Rideplatz Rathenow. Im Winter werden zusätzlich offene Turnhallenzeiten angeboten.

Last but not least fördert die Stadt Schulsozialarbeitsstellen beim Diakonischen Werk Havelland e. V.. Insgesamt 3 Stellen verteilen sich auf die Gesamtschule und 2 der 4 Grundschulen. Eine Ausstattung aller städtischer Schulen mit Schulsozialarbeit wird angestrebt, dafür bedarf es aber der Hilfe des Landkreises und/oder des Landes Brandenburg. 

Stabstelle „Jugendkoordination“

Innerhalb der Stadtverwaltung existiert eine Stabsstelle „Jugendkoordination“. Von hier aus werden trägerübergreifender Fachkräfteaustausch und eine (Drogen)präventions-Fachgruppe organisiert, die städtischen Vorplanungen für den kreislichen Jugendförderplan geleistet und Träger bei der Umsetzung von Projekten beraten. Zur Unterstützung von Jugendprojekten gibt es einen Jugendfördertopf, aus dem unkompliziert Zuschüsse beantragt werden können (formloser Antrag). Bei der Vergabe der Mittel entscheidet das Kinder- und Jugendparlament (gegr. 2003) mit. Letzteres wird vom Kinder- und Jugendbeauftragten beraten. 

 

Von der Mitgliedschaft im Fachverband verspricht sich die Kommune eine qualitative Steigerung bei der Steuerung und Planung eigener Angebote und beim Gesamtangebot in der Stadt. Die Verwaltung möchte in der Arbeitsgruppe „Jugendhilfeplanung“ aktiv werden, die städtischen Angestellten im Jugendhaus und in den Schulen können in den entsprechenden Fachgruppen mitwirken.

Die Stadt Rathenow freut sich auf die Kooperation mit den anderen Trägern der Jugendarbeit im Fachverband – in Zeiten der Coronakrise hat sich die Mitgliedschaft bei den brandenburgweiten Onlinemeetings zum Thema digitale Jugendarbeit bereits bezahlt gemacht.

Ansprechperson

Stadtverwaltung Rathenow
Tilo Windt, Jugendkoordinator
Berliner Straße 15, 14712 Rathenow
Telefon: 03385 596418
E-Mail: jugendkoordinator[at]stadt-rathenow.de

Stadt Rathenow ist neues Mitglied Foto: Jack Riedel