vom 27.05. bis 29.05.2026
25 Mal OBST – jetzt haben wir den Salat!
Wir laden Sie recht herzlich zur Jubiläums-Veranstaltung 25. OBST (Offenes Bundesweites Streetwork Treffen) nach Hirschluch im wunderschönen Brandenburg ein.
Wie gewohnt haben wir ein spannendes Programm mit Workshops, Diskussionsrunden und vielen Möglichkeiten zum Austausch mit Kolleg:innen aus dem gesamten Bundesgebiet auf die Beine gestellt. Die Übernachtung wird in Mehrbettzimmer stattfinden. Sollten Sie lieber im eigenen Zelt oder Camper Übernachten wollen lassen Sie es uns bitte über die Anmeldung wissen.
Wir freuen uns auf drei bereichernde Tage des Dialogs und der Weiterbildung.
Bitte beachten Sie nachstehenden wichtigen Informationen und werfen Sie einen Blick ins OBST-Selbstverständnis, um mehr über die Grundsätze und die Ausrichtung der Veranstaltung zu erfahren.
Workshops
Auch in diesem Jahr wird es spannende Workshops geben. Alle Informationen zu den Inhalten finden Sie unterhalb des Anmeldeformulars. Wie in jedem Jahr können Sie nur an einem Workshop teilnehmen, da die Inhalte Tag-übergreifend aufeinander aufbauen. Wählen Sie bitte Ihren Hauptwunsch (1. Wahl), sowie eine alternative (2. Wahl) für den Fall, dass Ihr Hauptwunsch ausgebucht ist.
Termin
27. bis 29. Mai 2026
Anreise: 27. Mai bis 12:00 Uhr
Ende der Veranstaltung: 29. Mai gegen 12:30 Uhr
Ort
Jugendbildungsstätte Hirschluch
Hirschluch 1
15859 Storkow (Mark)
Anreise: https://www.hirschluch.de/
Hier geht es zur Mitfahrzentrale der AG OBST: https://sites.google.com/view/mitfahrzentraleagobst
Programm & Ablauf
27.5.2026
- Anreise bis 12 Uhr Mittagessen bis 13:30 Uhr danach Begrüßung und Podiumsdiskussion
- Abendessen ab 18 Uhr
- danach Mini-Workshops (hier seid ihr eingeladen, selbst Angebote an die Gruppe zu machen)
28.5.2026
- Frühstück bis 9 Uhr
- danach Workshopphase 1
- Mittagessen bis 13:30 Uhr
- danach Workshopphase 2
- Abendessen ab 18 Uhr
- danach lokales Kulturprogramm
29.5.2026
- Frühstück bis 9 Uhr
- danach Workshopphase 3
- Abschlussplenum um 12:30 Uhr
- danach Mittagessen fakultativ
Leistungen
- 2 Übernachtungen in Mehrbettzimmern*
- Vollpension
- Tagungskosten, Kaffee- und Teeflatrate sowie Snacks sind inbegriffen
* Sollten Sie lieber im eigenen Camper oder Zelt übernachten wollen, so informieren Sie uns bitte über das Anmeldeformular mit entsprechender Auswahl
WICHTIG! Es kann für den Abreisetag ein Mittagessen über das Anmeldeformular dazu gebucht werden, dieses ist nicht im Teilnahmebeitrag enthalten und wird mit 10,60 € extra berechnet.
Weitere Getränke sind vor Ort käuflich zu erwerben. Bitte bringen Sie dafür Bargeld mit, da kein EC-Karten-Lesegerät verfügbar ist und der nächste Geldautomat nicht in unmittelbarer Nähe liegt.
Handtücher sind selbst mitzubringen.
Teilnahmegebühr
130,00 €
Weitere Hinweise:
Reisekosten können leider nicht erstattet werden. Am Ende der Veranstaltung erhält jede:r Teilnehmer:in eine Teilnahmebescheinigung.
Kontakt:
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Anne-Laure Leroy
Referentin für Internationale Jugendarbeit
Mobil: +49 (0)157 83461004
E-Mail: anne-laure.leroy@fjb-online.de
Anmedung zum 25. OBST
Die Workshops
1. Einsteiger:innen – Workshop
Neu im Feld? Mehr Fragen als Antworten? Dann können wir gemeinsam mal darüber sprechen.
Eine erfahrungsgetriebene Einführung zu den Fragen rund um Zugang, Herausforderungen und Highlights des Streetworks von und mit Mirjam Leder.
Bestens geeignet für „die Neuen“ in unserem wunderbaren Arbeitsfeld.
Ein Workshop mit:
Mirjam Lüder, Jugendhilfe Cottbus gem. GmbH
2. Mehr als nur Beilage – Kommunikation, die ankommt
Eigene Werte setzen mit Progressiver Kommunikation
Egal ob Imagevideo für dein Projekt, Vorstellungstext im Flyer oder in Diskussionen mit Publikum – Mobile Jugendarbeit/ Streetwork muss sich in der Öffentlichkeit darstellen. Viel zu oft reagieren wir einfach auf Kritik, statt das zu formulieren, was wir zu sagen haben. Wir wollen eigene Werte setzen, statt ständig zu kommunizieren, was wir nicht tun.
Einfacher gesagt, als getan. Deshalb verfolgen wir mit unseren Workshops drei Ziele:
1. VERSTEHEN – Bedeutung progressiver und konservativer Werte in Sprache
2. WISSEN – über Framing und Narrative
3. GESTALTEN – Konkrete Materialien und Skills zum Aufbau von Kommunikation
Wir vermitteln eine Form der Öffentlichkeitskommunikation, die viele Menschen verstehen, die eine lebenswerte Zukunft beschreibt und die vor allem überzeugt.
Wir entscheiden, was wir sagen: Raus aus der Defensive!
Workshop-Aufbau:
- Theoretische Grundlagen
- Analyse gegenwärtiger Kommunikation in Mobiler Jugendarbeit/ Streetwork
- Erarbeitung wirkungsvoller Statements
Dabei wird auf das Kommunikationsmodell „Progressive Kommunikation“ von Martha Eierdanz und Maximilian Hoffmann Bezug genommen, das dabei unterstützt, progressive Werte zu vermitteln, ohne dabei konservative Narrative oder Werte zu bedienen.
Ein Workshop mit:
Robert Schuster, AG de:Ko, Vorstand LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V., Mobiler Jugendarbeiter in Dresden,
Wincenc Walde, AG de:Ko, LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e. V. und Mobiler Jugendarbeiter in Dresden
3. ALTER WEIN IN NEUEN SCHLÄUCHEN, ODER NUR BRAUNER MOST?
- Rechte Jugendgruppierungen und deren Radikalisierung … ein Blick in die Praxis.
- Wie tangiert das unsere Arbeit?
- Wie gehen wir damit um und wie können wir diskutieren?
- Wo sind Grenzen?
- Ändert sich die Demokratie?
Stichworte: Neutralität, Meinungsfreiheit – und das wird man ja wohl noch sagen dürfen. Die Suche nach Antworten. Hier werden sie gefunden.
Ein Worshop mit:
Astrid Peters, Demos Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung
4. JUGENDARBEIT QUEER GEDACHT
In diesem Workshop steht eine queersensible Perspektive auf die Jugendarbeit im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden schärfen ihren Blick für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und verankern sie als selbstverständlichen Bestandteil ihrer Arbeit.
Mit abwechslungsreichen Methoden werden Grundlagen queersensibler Jugendarbeit bearbeitet: Umgang mit Diskriminierung, Sichtbarkeit im Sozialraum sowie Reflexion von Haltung und Sprache. Die Teilnehmenden erproben konkrete Handlungsoptionen für die Alltagsarbeit mit jungen Menschen, auch in herausfordernden Situationen.
Der Workshop richtet sich an Fachkräfte, die ihre Jugendarbeit diskriminierungskritisch weiterentwickeln möchten, und bietet einen geschützten Rahmen, in dem solidarische Perspektiven gestärkt und Vielfalt als Ressource sichtbarer wird.
Ein Workshop mit:
Toni Marer, Fachstelle Perspektiven, Landesjugendring Brandenburg e. V.
5. NEURODIVERSITÄT – EIN KONZEPT, DAS VIELE FRAGEN KLÄRT
Dass wir alle unterschiedlich sind – im Denken, Fühlen und Handeln – sollte eigentlich keine Überraschung sein. Und doch sprechen wir gerne von Abweichungen von dem, was als Normal gilt, und beurteilen sie wahlweise als störend oder sogar als krankhaft. Ungewohnt wäre die deutlich treffendere Beschreibungen. Es gibt Varianten der Neurophysiologie und in der Folge im Denken, Fühlen und Handeln, die weniger häufig vorkommen (Neuro-Minderheiten bzw. Neurodivergente Formen) als andere (Neuro-Mehrheit bzw. Neurotypische Formen). Mit dem Konzept der Neurodiversität werden wissenschaftliche Erkenntnisse zusammengeführt, die nahelegen, dass sich sowohl neurotypische als auch neurodivergente Varianten auf einem Spektrum verteilen, d.h. auch hinter der Kategorie Neurotypisch verbirgt sich eine große Diversität.
Für die Jugendarbeit erhalten wir mit diesem Konzept endlich eine Sprache für diese Vielfalt, die bislang nur mit medizinischen Begriffen wie Autismus, ADHS, Intelligenzminderung etc. beschrieben wurde und immer einen Krankheitswert mitmeint. Was ist aber mit all jenen (jungen) Menschen, die die Schwelle zur Krankheit (noch) nicht überschritten haben, aber dennoch anders denken, fühlen und handeln? Und was soll man überhaupt mit diesen medizinischen Begriffen in der pädagogischen Praxis anfangen? Oder was soll eine betroffene Person damit anfangen? Das Konzept der Neurodiversität liefert endlich Worte zur Beschreibung und Ideen zum Handeln, die es uns ermöglichen besser – in all unserer Vielfalt – miteinander umgehen zu können.
Der Workshop bietet einen ersten Einblick in den Kosmos der Neurodiversität, aber auch Aspekte zum Weiterdenken und konkrete Ideen für unseren pädagogischen/sozialarbeiterischen Alltag.
Ein Workshop mit:
Natascha Feld, Fachstelle für Inklusion in der Jugendarbeit, Fachverband Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit Brandenburg e. V.
6. STREET COLLEGE – MACH DOCH WAS DU WILLST!
Ein Ort für junge Menschen, an dem sie lernen können, was sie möchten, mit wem sie möchten und wann sie möchten. Klingt geil, ist aber so!
In diesem Workshop kannst du das STREET COLLEGE erleben, deine eigenen Stärken erfahren und neue Impulse der kulturellen Bildung mitnehmen. Wir freuen uns auf einen aktiven Austausch und neue Ideen!
Der Workshop gliedert sich in drei Teile: Ein Ort der kulturellen Bildung, radikal stärken- und bedarfsorientiert.
Teil 1
- Leitbild, zugrundeliegende Werte/Haltung erleben,
- Durchführung des Stärkentests (Gallup Strenghtfinder),
- Wie lerne ich?
- Was brauche ich dafür?
Teil 2
Erfolge und Herausforderungen
Was steckt genau dahinter?
Was ist die Idee und wie wird sie gelebt?
Eigene Vision eines Bildungsprojektes auf Grundlage der wichtigsten Prinzipien & Standards der Straßensozialarbeit erarbeiten
Teil 3
Reflexion:
- Was ist von gestern hängengeblieben?
- Gab es Spannungen?
- Mini-Input zum Thema „selbstorganisatorisches Arbeiten“ und „Bedarfsorientierung“,
- Wie kann der Gedanke des STREET COLLEGE weitergetragen werden?
Ein Workshop mit:
Billy, Anne und Lotte vom Streetcollege – Gangway e. V.