Einsamkeitserfahrungen und Demokratiedistanz im Jugendalter

Relevanz für die Jugendarbeit 8008/24

Bild von: Fredrik Solli Wandem
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Datum: 5. März 2024
Zeitraum: 9:45 - 17:15 Uhr

Veranstaltungsort: Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB)

Veranstalter: Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB)


Einsamkeitserfahrungen und Demokratiedistanz im Jugendalter – Relevanz für die Jugendarbeit 8008/24

 

Beschreibung

“Einsamkeit empfinde ich am ehesten, wenn ich mich nicht wahrgenommen oder verstanden fühle. Wenn ich versuche zu kommunizieren, dass es mir nicht gut geht, aber es scheint, als würde mich niemand richtig hören und versuchen, für mich da zu sein.” (J., 23 Jahre, Kollekt-Portal)

Aussagen wie diese von Jugendlichen nehmen nicht zuletzt seit der Coronapandemie immer weiter zu. Neuste Studien wie “Die Distanzierte Mitte” der Friedrich-Ebert-Stiftung oder die Studie der Otto-Brenner-Stiftung zur “Nachwendegeneration in Krisenzeiten” verdeutlichen, dass nicht nur der Zukunftsoptimismus, sondern auch das Vertrauen in Gesellschaft und Politik bei Jugendlichen sinken. Gleichzeitig steigt die Zahl der Jugendlichen, die sich selbst als einsam bezeichnen, kontinuierlich an. Die Studie “Extrem Einsam” des Projekts Kollekt des Progressiven Zentrums zeigt, dass diese Einsamkeit Jugendliche empfänglich macht für autoritäre Einstellungen und somit ein demokratiegefährdendes Potenzial birgt. Der dringende Handlungsbedarf, der sich daraus ableitet, fordert die Stärkung niedrigschwelliger Begegnungsorte, zugängliche politische Bildung und den Ausbau von Gestaltungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten für Jugendliche.

Der Fachtag möchte für das Phänomen der Einsamkeit unter Jugendlichen als nicht nur individuelles, sondern auch strukturelles Phänomen mit großen Auswirkungen für die Demokratie, sensibilisieren und Handlungsstrategien diskutieren:

Wie kann Präventionsarbeit gegen Einsamkeit unter Jugendlichen Demokratieerfahrungen vertiefen und Entfremdungsgefühle abbauen?
Welche Bedeutung hat die Jugend(sozial)arbeit dabei?
Welche präventive bzw. reaktive Ansätze und (Best) Practice gibt es bereits?

Diesen und weiteren Fragen wird in der einleitenden Keynote von Prof. Dr. Beate Küpper und in einer abschließenden interaktiven Fishbowl-Diskussion mit Expert*innen aus Politik, Jugendarbeit und Zivilgesellschaft nachgegangen. In zwei Workshopphasen werden unter anderem die Themen von Digitalisierung, Mental Health, Partizipation und Migration im Kontext von Einsamkeitsphänomenen bearbeitet. Mit dabei sind: Kopfsachen e. V., das Peerhelper Netzwerk Neukölln, krisenchat gGmbH, Ufuq e. V., die Amadeu Antonio Stiftung und viele mehr.

 

Zielgruppe

Fachkräfte der Jugend(sozial)arbeit

 

Programm

Den Flyer zum Programm finden Sie HIER

Anmeldung

HIER gelangen Sie zur Anmeldung.

 

Kontakt

Email: johanna.dietrich@sfbb.berlin-brandenburg.de